Mallorca: Cap de Formentor

Cap de FormentorAbseits des touristischen Rummels im Süden ist Mallorca eine bezaubernde Insel im Mittelmeer, die nicht nur für Wanderfreunde, sondern auch für Fotografen zahlreiche Hightlights bereit hält. Eines dieser besonderen Orte ist Cap de Formentor im Nordosten der Insel. Der Ausblick vom Mirador de la Nao (Mirador des Colomer) auf die weit ins Meer ragende Halbinsel mit der wildzerklüfteten Steilküste gehört zu den am meisten fotografierten Motiven. Der Blick auf den Hauptgipfel El Pal mit seiner vorgelagerten „Taubeninsel“ (El Colomer) beeindruckt jeden Mallarca-Besucher

Anfahrt zum Mirador de la Nao

Mirador de la NaoZweigt man von der Umgehungsstraße in Port de Pollença in Richtung Formentor ab, folgt man einer sehr gut ausgebauten Straße (Ma-2210) hinauf in die Berge. Bereits nach etwa 5 bis 10 Minuten weist zwischen Kilometer 5 und 6 nicht nur ein „Foto-Hinweisschild“, sondern auch die zahlreichen PKWs und Busse auf die nahe gelegene Attraktion. Den Wagen kann man links oder rechts der Straße auf dem Parkplatz abstellen.

Ein kurzer Fußweg von etwa 5 Minuten führt über mehrere Treppen zu einigen Aussichtsplattformen, die wiederum über Treppen miteinander verbunden sind. Zwar sind die meisten Wegabschnitte durch Steinmauern gesichert, doch sollten kleinere Kinder an der Hand genommen werden, da es jenseits der Mauern steil in die Tiefe geht.

Wann lohnt sich ein Besuch von Mirador de la Nao?

El Pal mit der Insel El Colomer und rechts dem Wachturm auf dem Talaia d’AlbercutxDa es auf der etwa 200 Meter über dem Meer liegenden Aussichtsplattform tagsüber recht eng werden kann, sollte man bereits vor den Touristenmassen vor Ort sein oder aber warten, bis sie wieder verschwunden sind. Für Fotografen interessant ist sicherlich der frühe Morgen, wenn die Sonne über den Bergspitzen im Osten aufgeht. Zwar ist man zum Sonnenuntergang nicht allein dort, doch erscheint die Halbinsel durch das seitlich von Westen einstrahlende warme Licht in schönen gelb-roten Farben. Im frühen Frühjahr hat man zudem gute Chancen, dass sich Wolken oder Nebel in dem Kessel der Halbinsel sammelt und der Wind sie hinunter ins Meer bläst. Durch Langzeitbelichtungen lassen sich dann interessante Effekte erzielen.

Oberhalb der Aussichtplattform lässt sich bereits der Wachtturm auf dem 360 Meter hohen Talaia d’Albercutx erkennen.

Talaia d’Albercutx

Palmen auf dem Talaia d’AlbercutxZurück am Parkplatz sieht man auf der gegenüber liegenden Straßenseite zwischen der Vegetation eine recht unscheinbare Stichstraße, die über 2,3 Kilometer über mehrere Kehren den Talaia d’Albercutx hinaufführt. Die sehr enge Straße ist an den meisten Stellen durch unterbrochene Natursteinmauern gesichert. Da aber jederzeit mit Felsbrocken und sehr tiefen Schlaglöchern gerechnet werden muss, sollten sich nur geübte PKW-Fahrer die Fahrt zutrauen, zumal am Ende der Straße nur wenig Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Sind diese belegt, kann der Wagen erst gewendet werden, wenn man ein gutes Stück des Weges wieder rückwärts bergab fährt – da kann es einem schon etwas mulmig werden. Während ich den Sonnenaufgang hier oben alleine verbringen durfte, ging es zum Sonnenuntergang schon etwas enger zu. Dann war Millimeterarbeit beim Parken und Wenden gefragt.

Der Besuch des Talaia d’Albercutx lohnt sich inbesondere zum Sonnenauf- und zum Sonnenuntergang, wenn die Rundumsicht traumhafte Ausblicke erlaubt: in Richtung Westen auf das Tramuntana-Gebirge mit dem 1443 Meter hohen Puig Major, nach Osten auf den Kessel des Cap de Formentor und nach Süden auf Buchen von Pollenca und Alcudia sowie auf das Cap del Pinar.

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